FSG-3 von Debian Etch (4.0) nach Debian Lenny (5.0) updaten

Freecom FSG-3

Seit einiger Zeit nenne ich eine FSG-3 mein Eigen. Beat brachte mich auf die Idee, nachdem mich die externen Rahmen mit ihren extra Netzteil und dem oft fehlenden Spindown der Festplatten bei der NSLU2 nicht ganz zufrieden stellen konnten. Seit 2 Jahren läuft das FSG-3 stabil mit Debian bei mir, wobei sich die Platte nach 10 Minuten schlafen legt. Nachdem ich jedoch begonnen habe regelmäßig Rsyncs auf der FSG-3 abzulagern wollte ich Bacula antesten.

Wie oft bei so einem Linuxdevice war hier "set up and forget" eingetreten - eigentlich ein positives Signal. Doch wollte ich zum testen von Bacula erstmal die Debian Pakete verwenden. Dazu erschien mir Etch zu veraltet und so war erstmal auf Lenny updaten angesagt.

Anbei, die Architektur (ARM) sollte auf der Slug die selbe sein, d.h. diese Anleitung müsste auf einer NSLU2 (Slug) genauso gut funktionieren - für Rückmeldungen bin ich dankbar.

Hinweis: Die Befehle habe ich blau markiert, es müsste also möglich sein, das Tutorial fast komplett per Copy & Paste durchzuarbeiten.

Backups anlegen

Bevor man sein System upgraded, sollte man in jedem Fall ein Backup anlegen. Ich habe in meinem Fall keine großen Änderungen auf dem System gemacht, also reichte mir ein einfacher Rsync.

Paketquellen anpassen

Beginnen wir einfach und tragen erstmal die Lenny Paketquellen ein. Die alten Quellen habe ich erstmal auskommentiert, man kann sie natürlich auch rauslöschen.

vi /etc/apt/sources.list

# deb http://ftp.de.debian.org/debian/ etch main
# deb http://ftp.de.debian.org/debian/ etch main contrib non-free
# deb-src http://ftp.de.debian.org/debian/ etch main
# deb http://security.debian.org/ etch/updates main contrib non-free
# deb-src http://security.debian.org/ etch/updates main

deb http://ftp.de.debian.org/debian/ lenny main
deb-src http://ftp.de.debian.org/debian/ lenny main

deb http://security.debian.org/ lenny/updates main
deb-src http://security.debian.org/ lenny/updates main

Danach sollten wir der Paketverwaltung Apt sagen, dass sie erstmal ein Update holen soll

aptitude update

auf der Konsole sollte man etwas in der Art wie hier lesen können:

Hole:1 http://security.debian.org lenny/updates Release.gpg [835B]
Hole:2 http://ftp.de.debian.org lenny Release.gpg [1032B]
Hole:3 http://security.debian.org lenny/updates Release [40,8kB]
Hole:4 http://ftp.de.debian.org lenny Release [73,6kB]
Hole:5 http://security.debian.org lenny/updates/main Packages [191kB]
Hole:6 http://security.debian.org lenny/updates/main Sources [52,9kB]
Hole:7 http://ftp.de.debian.org lenny/main Packages [5098kB]
Hole:8 http://ftp.de.debian.org lenny/main Sources [2307kB]
7764kB wurden in 1m25s heruntergeladen (90,8kB/s)
Paketlisten werden gelesen... Fertig

sollte es hierbei Ärger geben vonwegen alter Keys etc. müssen wir erstmal den neuen Keyring von Debian installieren

aptitude install debian-archive-keyring

"Aptitude update Aptitude" und das eigentliche Upgrade

Jetzt sollten wir Apt bzw. Aptitude an sich updaten indem wir es einfach erneut aus den neuen Lennypaketen installieren

aptitude install aptitude

bei mir kam dann erstmal ein ganzer Schwall von "zurückgehaltenen Paketen" etc. und das einige Pakete geupdatet werden müssen. Da der Rest des Systems auch noch nicht auf dem neusten Stand ist, ist klar dass das aktuelle Aptitude die Lösung für wenig gut befindet und wahrscheinlich ein negativer Wert für die Auflösung ausgibt. Ich ignoriere das gekonnt und bestätige mit Y für "Yes".

Zu guter letzt noch das Update an sich, hierfür habe ich

aptitude dist-upgrade

genommen. Da das Ganze etwas länger dauert, lohnt es sich bei großen Installationen mit vielen Paketen evtl. das ganze in eine Screenseesion zu stecken.

Wenn Alles glatt gelaufen ist müsste nach der Installationsorgie und einigen Daemonneustarts (Achtung Apt fragt hier nach, welche Daemons neu gestartet werden sollen!)